Strompreistrends 2018

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind – und Bewegung in den Strommarkt. Mit den Jahresrechnungen kommen nicht nur Nach- und Rückzahlungen auf die Verbraucher zu, sondern in den letzten Jahren auch meist Preiserhöhungen. Das Wiederum führt meist zu einer erhöhten Wechselquote bei den Versorgern.

Doch was passiert 2018 konkret?

  • Im Gegensatz zu den letzten Jahren steigt die EEG-Umlage nicht, im Gegenteil, sie sinkt von 6,88 Cent/kWh moderat auf 6,792 Cent/kWh
  • Laut dem Berliner Tagesspiegel (TSp Online,12.2017) erhöhen die meisten Netzbetreiber die Grundgebühr für einen Netzanschluss, allerdings in sehr unterschiedlicher Höhe. Dies führe laut Tagesspiegel dazu, dass vor allem kleinere Verbraucher Mehrbelastungen fürchten müssten. Die Lieferanten werden diese Preise wohl überwiegend als Erhöhung des Grundpreises an die Kunden weitergeben.
  • Die Arbeitspreise hingegen würden allenfalls moderat steigen. Das führt dazu, dass Gewerbekunden und größere Haushalten keine größeren Belastungen fürchten müssten.
  • Die Netzentgelte insgesamt variieren regional zwar stark, werden in den meisten Regionen, besonders den Ballungszentren, aber steigen (Strompreise.de 1.11.2017). Relativ glimpflich könnte wohl der Osten des Landes davonkommen (Computerbild, 1.12.2017).
  • Die die Branche sehr beschäftigenden Messentgelte erhöhen sich ebenfalls, auch wenn sich die meisten Lieferanten entschlossen haben, die Messentgelte weiterhin mitabzurechnen. Es ist nach derzeitigem Stand kaum damit zu rechnen, dass diese Preise nicht in irgendeiner Form weitergegeben würden, denn die Margen für Lieferanten sind bereits verhältnismäßig klein.

Was bedeutet dies in Summe? Obwohl einige Vertriebe die Preise sogar gesenkt haben, werden beim Großteil die Preise wohl steigen, unter der Annahme, das höhere Vorkosten entsprechend an die Endkunden weitergegeben werden. Die Wechselwelle wird also wohl wie üblich auch dieses Jahr rollen. Alle Jahre wieder.

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